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Center of Excellence Cognitive Interaction Technology

AMiRo – Autonomer Miniroboter für Forschung und Bildung

Motivation

AMiRo

Damit Roboter in Zukunft in möglichst vielen Haushalten genutzt werden können, müssen sie auch für breite Massen erschwinglich sein. Bisher sind Roboter, die auch komplexe Fähigkeiten beherrschen, noch teuer. Benötigt wird ein kostengünstiger Roboter, der leicht mit verschiedenen Funktionen ausgestattet werden kann. Das ermöglicht auch freien Programmierern, Software für Roboter zu entwickeln. Außerdem erhalten Informatikauszubildende und -studierende die Gelegenheit, anhand dieses Systems die Konstruktion und die Programmierung von Robotern zu erlernen.

Ziel

Die Entwickler von AMiRo arbeiten an kleinen Robotern, die aus handelsüblichen Bauteilen zusammengesetzt werden. Die Besonderheit: Sie sollen selbstständig mit ihrer Umgebung interagieren und so klein sein, dass sie auf einem Schreibtisch fahren und mit einer Hand an beliebigen Stellen im Haus platziert werden können.

Der AMiRo

Der Miniroboter auf zwei Rädern ist in der Basisversion etwa so groß wie eine Spardose, knapp acht Zentimeter hoch, zehn Zentimeter Durchmesser. Er orientiert und bewegt sich autonom und ist mit Infrarot-Sensoren ausgestattet. Seine Hardware ist bausteinförmig. Dies ermöglicht müheloses Anbringen einer Kamera oder eines Laserscanners. AMiRo kann als beweglicher Sensor genutzt werden, auf den beispielsweise per Smartphone aus der Ferne zugegriffen werden kann, um die eigene Wohnung im Auge zu behalten. Außerdem kann er kleine Gegenstände heranschaffen. Eine körperlich beeinträchtigte Person kann mit ihm ihren Aktionsradius erweitern und den Mini-Roboter nutzen, damit er einen Trinkbecher oder ein Buch herüberschiebt. AMiRo läuft mit einem Linux-Betriebssystem, so dass Heimanwender ihn für beliebige Aufgaben programmieren können, sei es als Spielzeug für Kinder oder als fahrendes drahtloses Sensoren-Netzwerk.  Der Roboter wird mit ressourceneffizienten mikroelektronischen Schaltungen und Sensoren ausgestattet, um so eine möglichst lange Akkulaufzeit zu gewährleisten.

Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Rückert, Universität Bielefeld
Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC)
Telefon: 0521 106-12050, E-Mail: rueckert@techfak.uni-bielefeld.de